Statistik Insolvenzen

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist 2025 erneut gestiegen. Das erhöht den Druck auf effiziente Abläufe, strukturierte Datenübernahme und transparente Kommunikation.

Die aktuellen Insolvenzzahlen zeigen, dass Insolvenzverfahren für Wirtschaft, Justiz und Verwaltung weiterhin eine hohe praktische Bedeutung haben. Nach Auswertung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn meldeten im Jahr 2025 in Deutschland 24.064 Unternehmen Insolvenz an. Das waren 2.252 mehr als im Jahr 2024; der Anstieg lag bei 10,3 Prozent. Gleichzeitig fiel der Zuwachs geringer aus als in den beiden Vorjahren. (ifm-bonn.org)

Die Zahlen sprechen nicht für eine kurzfristige Entlastung der Verfahrenspraxis. Vielmehr entsteht ein dauerhaft hoher Bedarf an geordneten Abläufen: Daten müssen übernommen, gesichtet, gesichert, ausgewertet und Beteiligten kontrolliert zugänglich gemacht werden. Gerade bei Unternehmensinsolvenzen betreffen die Datenbestände häufig Buchhaltungssysteme, E-Mail-Archive, Dateiserver, ERP-Systeme, Zahlungsverkehrsdaten und weitere digitale Quellen.

Digitalisierung kann hier helfen, ersetzt aber keine fachliche Prüfung. Entscheidend ist, dass Daten strukturiert verarbeitet und die einzelnen Schritte nachvollziehbar dokumentiert werden. Dazu gehören insbesondere die Sicherung relevanter Datenbestände, Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfungen, geordnete Recherchezugriffe und eine kontrollierte Bereitstellung für berechtigte Beteiligte.

Auch aus Sicht der Justiz gewinnt die digitale Verfahrensführung an Bedeutung. Die Diskussion um E-Akte, elektronische Forderungsanmeldung und digitale Gläubigerkommunikation zeigt, dass Insolvenzverfahren künftig stärker in digitale Gesamtprozesse eingebunden werden sollen. In Fachkreisen wird dabei betont, dass Digitalisierung im Insolvenzverfahren nicht nur eine technische Anpassung ist, sondern auch Transparenz, Zusammenarbeit und effiziente Kommunikation unterstützen kann. (agis.law)

Für Insolvenzverwalter und beteiligte Stellen wird es daher zunehmend wichtig, digitale Datenbestände nicht nur zu speichern, sondern nutzbar zu machen. Die Qualität der Datenaufbereitung kann maßgeblich beeinflussen, wie schnell relevante Informationen gefunden, geprüft und in den weiteren Verfahrensablauf eingebunden werden können.